Von einer NET-Erkrankung sind immer auch Sie als Ehe- oder Lebenspartner, Tochter oder Sohn, Vater oder Mutter des Erkrankten betroffen. Auf dieser Seite finden Sie Tipps, wie Sie Ihren erkrankten Angehörigen unterstützen und wie Sie selbst mit Ihren Kräften schonend umgehen können.

Leben mit NET: Eine Mutter spricht mit ihrer Tochter über ihre Erkrankung
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Seien Sie bei Arztgesprächen dabei

Begleiten Sie Ihren Angehörigen bei belastenden Gesprächen und bieten Sie ihm die Möglichkeit, anschließend darüber zu reden und die nächsten Schritte gemeinsam zu planen. Gerade in den ersten Arztgesprächen überlagert der Schock der Diagnosemitteilung häufig das Verstehen. Es hilft daher sehr, wenn eine Begleitperson die medizinischen Informationen mithört, sich vielleicht besser an diese erinnert und das Gesagte in aller Ruhe noch einmal bespricht.

Suchen Sie sich Unterstützung

Nach einer Operation oder während einer medikamentösen Behandlung wird Ihr Angehöriger möglicherweise für einige Zeit bestimmte Aufgaben nicht erledigen können. Meist handelt es sich um Tätigkeiten, für die Kraftaufwand, langes Stehen, Gehen oder viel Konzentration notwendig sind. Diese Aufgaben müssen neu verteilt werden. Scheuen Sie sich nicht, Ihre Kinder, andere Verwandte, Freunde oder Nachbarn um Hilfe zu bitten. In manchen Fällen hat Ihr Angehöriger auch Anspruch auf Sozialleistungen wie eine Haushaltshilfe oder Pflegekraft.1

Leben mit NET: Eine Tochter hilft ihrem Vater bei Ausfüllen eines Antrags
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Erkennen Sie Ihre Grenzen

Es ist normal, wenn Sie zeitweise das Gefühl haben, den vielen neuen Anforderungen als Partner nicht mehr gewachsen zu sein. Setzen Sie sich nicht zu sehr unter Druck und schrauben Sie die Ansprüche an die eigene Leistung etwas herunter. Scheuen Sie sich nicht davor, Hilfe in Anspruch zu nehmen, beispielsweise von einem Psychoonkologen, Psychotherapeuten oder einer Selbsthilfegruppe.

Gönnen Sie sich Auszeiten

Es ist wichtig und notwendig, dass Sie Ihre Grenzen erkennen und sich nicht vollkommen verausgaben. Nur wenn es Ihnen selbst gut geht, können Sie Ihrem Angehörigen zur Seite stehen. Nehmen Sie sich daher Zeit für sich – für einen Spaziergang im Wald, ein Treffen mit Freunden oder was auch immer Ihnen in der Freizeit Freude macht.

Eine dunkelhaarige Frau massiert ihre Schläfen
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Gut zu wissen

In der Klinik, in der Ihr Angehöriger behandelt wird, stehen die Psychoonkologen auch für Gespräche mit Angehörigen zur Verfügung. Kontakt zu einem Psychotherapeuten können Sie über die Webseite des Psychotherapie-Informationsdienstes (PID) aufnehmen.

Die psychosozialen Krebsberatungsstellen sind ebenfalls kompetente Anlaufstellen für Angehörige. Eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe finden Sie über das Infonetz Krebs.

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Quelle:
1Broschüre „Leben mit neuroendokrinen Tumoren (NET)“, 2018. Herausgeber: Novartis Pharma GmbH