Laboruntersuchungen

Um funktionell aktive NET diagnostizieren und den Verlauf der Erkrankung überwachen zu können, wird Ihr Arzt Ihnen in geregelten Abständen Blut- und Urinproben abnehmen, die im Labor untersucht werden.

Da diese Werte zum Teil stark schwanken können, werden häufig sogenannte Provokationstests durchgeführt, wie z. B. kontrolliertes Fasten über einen festgelegten Zeitraum oder die Verabreichung von Stoffen, die anregend auf die Hormonproduktion wirken. Hormonspiegel, die bestimmt werden, sind: Gastrin im Falles eines Gastrinoms, Insulin, C-Peptid und Proinsulin bei Insulinom und Serotonin oder 5-Hydroxyindolessigsäure bei Karzinoidsyndrom.

Eine weitere Möglichkeit, um das Vorliegen eines Karzinoidsyndroms zu testen, ist der 24-Stunden-Sammelurintest, mit dem die 5-Hydroxyindolessigsäure nachgewiesen werden kann. Weitere Informationen finden Sie auch hier.


Zwei Hände, die Reagenzgläser halten. Zwei Hände, die Reagenzgläser halten.

Darüber hinaus werden Tumormarker im Blut gemessen. Der wichtigste allgemeine Tumormarker für NET ist das Chromogranin A. Bei NET der Lunge spielt ein weiterer Tumormarker, die Neuronenspezifische Enolase (NSE), eine Rolle. Die Messung von Tumormarkern ist jedoch eher für die Verlaufskontrolle als für die Diagnose eines Tumors geeignet, da sich diese Laborwerte auch aufgrund anderer Erkrankungen, wie z. B. Infektionen, Organfunktionsschäden oder durch bestimmte Medikamente verändern können.


Quellen:
Broschüre „Leben mit neuroendokrinen Tumoren (NET)“, 2018. Herausgeber: Novartis Pharma GmbH
Symptomatik und Diagnostik neuroendokriner Tumoren, Jörg-Dietrich Neumann, 2018, zertifizierte Onlinefortbildung, Novartis Pharma GmbH

Zuletzt besucht am 02.07.2018:
http://www.glandula-net-online.de/cms/front_content.php?idcat=75
http://www.medfuehrer.de/Karzinoide-neuroendokrine-Tumoren-Symptome