Bis vor Kurzem wurden NET in gutartige und bösartige Tumoren unterteilt. Die Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass alle NET das Potenzial haben, einen bösartigen Krankheitsverlauf zu nehmen.

Bewährt hat sich die Klassifikation eines neuroendokrinen Tumors nach dem sogenannten „Grading“, was so viel wie „Feststellen des Differenzierungsgrades“ bedeutet, und dem „Staging“, das eine Einteilung in Krankheitsstadien ermöglicht.

Beim Grading wird der Differenzierungsgrad der Tumorzellen festgelegt. Dieser gibt Auskunft darüber, wie viele Übereinstimmungen die Zellen des Tumors mit den gesunden Ursprungszellen haben und wie schnell der Tumor vermutlich wachsen wird. Je besser differenziert die Tumorzellen sind, desto weniger schnell vermehren sie sich, d. h. desto langsamer wächst der Tumor. Die Wachstumsgeschwindigkeit wird im Tumorgewebe mit speziellen Laborverfahren anhand eines sogenannten Proliferationsmarkers, dem „Ki-67“, bestimmt. Ki67 ist ein körpereigenes Eiweiß, das nur in sich teilenden Zellen produziert wird. Je höher der Ki67-Wert ist, desto schneller wächst ein Tumor.

Die Einteilung erfolgt in drei Stufen:

Leben mit NET Grading Staging Tabelle 3 Stufen
Novartis

Beim Staging wird außerdem eine Einteilung in verschiedene Krankheitsstadien vorgenommen. Hierfür erfolgt eine Klassifikation nach dem sogenannten TNM-System:

Leben mit NET Grading Staging TNM Tabelle
Novartis

Ziffern hinter den Buchstaben lassen Rückschlüsse auf Größe und Ausdehnung des Tumors (T1-4), Anzahl und Lage der befallenen Lymphknoten (N0-3) und das Vorhandensein von Metastasen (M0 oder M1) zu.

Mithilfe dieses Klassifikationssystems erhalten alle an der Behandlung beteiligten Personen die gleichen Informationen, sodass eine einheitliche Grundlage für die weiteren Behandlungsschritte geschaffen werden kann.

 

 

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