Was kommt auf mich zu?

Umgang mit der Diagnose

Die Diagnose „neuroendokriner Tumor“ hat Ihnen im ersten Moment möglicherweise den Boden unter den Füßen weggezogen. Vielleicht aber waren Sie sogar erleichtert, dass nun endlich, nach einer manchmal langen und erschöpfenden „Untersuchungs-Odyssee“, eine Diagnose auf dem Tisch lag.

Grundsätzlich gibt es keinen richtigen oder falschen Umgang mit einer solchen Diagnose. Jeder Mensch reagiert ganz individuell darauf. Und da nahezu jeder schon einmal mit einer Krebserkrankung bei Freunden oder Verwandten konfrontiert war, verbindet jeder auch eine eigene Geschichte damit. Aus diesen Erfahrungen können sowohl Ängste vor Leiden oder erschöpfenden Behandlungen, als auch Hoffnung, Mut und Kampfesgeist erwachsen.


Frauenhände, die auf Tastatur eines Laptops tippen. Frauenhände, die auf Tastatur eines Laptops tippen.

Die Suche nach Informationen

Informieren Sie sich möglichst umfassend über Ihre NET-Erkrankung! Denn so können Sie besser verstehen, was mit Ihnen geschieht und auch die Therapieempfehlungen der Ärzte besser mittragen.

Natürlich kann es auch sein, dass Sie gar nicht so viele Details über Ihre Erkrankung in Erfahrung bringen wollen. Oder alle Entscheidungen lieber ganz in die Hände Ihrer Ärzte legen möchten. Wie umfassend Sie sich informieren und in das Behandlungsgeschehen einbringen möchten, ist Ihre ganz persönliche Entscheidung. Bedenken Sie aber, dass Informationen, Wissen und das aktive Mitwirken mögliche Werkzeuge gegen die eigene Ohnmacht sein und Gefühlen des „Ausgeliefertseins“ entgegenwirken können.


Weitere Untersuchungen

Sowohl zur eigentlichen Diagnoseabsicherung als auch zur Verlaufskontrolle werden Sie sich verschiedenen Untersuchungen, wie z. B. bildgebenden Verfahren, endoskopischen oder Labor-Untersuchungen, unterziehen müssen.

Was damit herausgefunden werden kann und wie diese durchgeführt werden, können Sie bei Interesse hier lesen.


Die Behandlung

Je nach Art Ihrer NET-Erkrankung kommen unterschiedliche Behandlungen auf Sie zu. Ob eine Operation Ihnen am besten hilft, ob bzw. welche Medikamente eingesetzt werden, das alles ist abhängig von unterschiedlichen Faktoren.

Wenn Sie erfahren möchten, welche Formen der Behandlung es gibt und was damit erreicht werden kann, dann lesen Sie hier weiter.


Physiotherapeut, der mit Mann auf einer Liege eine Übung mit dessen Bein macht. Physiotherapeut, der mit Mann auf einer Liege eine Übung mit dessen Bein macht.

Nach der Behandlung

Direkt im Anschluss an die erste Phase der Behandlung, also z. B. nach einer Operation, können Sie eine Anschlussheilrehabilitation in Anspruch nehmen. Eine solche medizinische Reha dauert in der Regel drei Wochen und kann bei Bedarf verlängert werden. Sie soll den Erfolg der Behandlung sichern und die Rückkehr in den Alltag erleichtern. Maßnahmen wie z. B. Physiotherapie, Ernährungsberatung oder psychoonkologische Beratungsangebote sollen dabei helfen. Eine Rehabilitationsbehandlung kann sowohl stationär als auch ambulant in einer auf Krebspatienten ausgerichteten Klinik wahrgenommen werden. Erste Informationen zu den Möglichkeiten, Ansprüchen und Maßnahmen, die Sie für die Beantragung einer solchen Reha ergreifen müssen, erhalten Sie beim Sozialdienst Ihrer Klinik oder hier.


Quellen:
Broschüre „Leben mit neuroendokrinen Tumoren (NET)“, 2018. Herausgeber: Novartis Pharma GmbH