Während der Behandlung Ihrer NET-Erkrankung, und manchmal auch noch eine Zeit lang danach, können Sie Ihrer Erwerbstätigkeit möglicherweise aus gesundheitlichen Gründen für eine begrenzte Zeit nicht mehr nachgehen.

ENTGELTFORTZAHLUNG BEI ARBEITSUNFÄHIGKEIT (KRANKENGELD)

In den ersten sechs Wochen nach Krankschreibung erhalten Sie Ihr Gehalt ohne Abzüge durch Ihren Arbeitgeber. Danach übernimmt Ihre Krankenkasse nach Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung über Ihre Arbeitsunfähigkeit die Zahlung eines Krankengeldes.

Das Krankengeld wird wegen derselben Erkrankung höchstens 78 Wochen gezahlt und beträgt etwa 70 % des zuletzt erzielten beitragspflichtigen Regelentgelts. Die Zahlung erfolgt pro Kalendertag für 30 Tage im Monat. Die detaillierten Berechnungsregelungen können Sie über Ihre Krankenkasse erfragen.

Es ist wichtig, dass Sie sich Ihre Arbeitsunfähigkeit lückenlos bescheinigen lassen, um Ihren Anspruch auf Krankengeld zu erhalten. Eine rückwirkende Bescheinigung ist nicht möglich.

ÜBERGANGSGELD WÄHREND EINER REHABILITATIONSMASSNAHM

Sollten Sie keinen Anspruch mehr auf eine Entgeltfortzahlung durch Ihren Arbeitgeber haben, können Sie und Ihre Familie ein Übergangsgeld vom Rentenversicherungsträger erhalten.

Voraussetzung ist, dass Sie zuvor ein Arbeitsentgelt als Arbeitnehmer oder ein Arbeitseinkommen als Selbstständiger bekommen und Beiträge zur Rentenversicherung gezahlt haben. Haben Sie unmittelbar vorher Krankengeld oder Arbeitslosengeld erhalten, haben Sie in der Regel gleichfalls einen Anspruch.

Weitere Informationen zum Übergangsgeld erhalten Sie bei den Auskunfts- und Beratungsstellen der Rentenversicherungsträger.

Leben mit NET Agentur für Arbeit
istock-467800181_hohl

ARBEITSLOSENGELD NACH NAHTLOSIGKEITSREGELUNG

Für den Fall, dass Sie auch nach den 78 Wochen des Krankengeldbezuges noch nicht wieder arbeitsfähig sein sollten, können Sie möglicherweise Arbeitslosengeld nach der sogenannten Nahtlosigkeitsregelung (§ 145 SGB III) bei der Agentur für Arbeit beantragen. Diese Zahlung ist eine Sonderform des Arbeitslosengeldes und soll den Zeitraum überbrücken, bis geklärt ist, ob eine andere Leistung, z. B. eine Rente wegen Minderung der Erwerbsfähigkeit, gezahlt wird. Sprechen Sie die Agentur für Arbeit gezielt auf diese Regelung und die notwendigen Voraussetzungen und Bedingungen an!

Quellen:

Blauer Ratgeber 40 „Wegweiser zu Sozialleistungen“, Stiftung Deutsche Krebshilfe, 4/2018
Broschüre „Wegweiser Sozialleistungen für Menschen mit Lupus erythematodes“, A. von Einem, C. Tillman, klarigo Verlag für Patientenkommunikation oHG, 2017

Zuletzt besucht am 02.08.2018:
https://www.tk.de/tk/basiswissen-fuer-arbeitgeber/entgeltfortzahlung/krankheit/343706
https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/2_Rente_Reha/02_reha/02_leistungen/allgemeines/uebergangsgeld.html

 

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN: