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Was kann ich für eine möglichst wirksame Arzneimitteltherapie tun?

Bei der Anwendung von Arzneimitteln gibt es einiges zu beachten. Der Artikel gibt Tipps, wie Sie selbst zu einer möglichst wirksamen Therapie beitragen können.

Damit Arzneimittel ihre volle Wirkung entfalten können und dabei möglichst gut verträglich sind, ist es sehr wichtig, dass sie bestimmungsgemäß eingenommen werden. Hierbei gibt es einiges zu beachten. Hinzu kommt, dass Sie eventuell nicht nur ein einziges Medikament einnehmen müssen, sonder­n u. U. mehrere verschiedene. Da kann es schon schwierig werden, den Überblick zu behalten.

Wie kann es zu Einnahmefehlern kommen?

Viele verschiedene Medikamente, Medikamente, die einander ähneln, Hektik im Alltag - für Fehler bei der Medikamenteneinnahme kann es die verschiedensten Ursachen geben. Vielleicht spüren Sie gar keine Beschwerden und verstehen nicht, warum Sie ein Arzneimittel anwenden sollen? Oder umgekehrt: Sie spüren Nebenwirkungen der Medikamenteneinnahme und lassen Sie deshalb aus oder reduzieren die Dosis.

Wichtig ist es zu wissen, dass verschiedene Arzneimittel sich gegenseitig in ihrer Wirkung beeinflussen können. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie ohne Rezept in der Apotheke oder Drogerie bekommen können und z. T. sogar für Lebensmittel. So dürfen z. B. einige Medikamente nicht gleichzeitig mit Milch oder Grapefruitsaft eingenommen werden.

Tipps – Was kann ich tun?

Die folgenden Tipps können Sie dabei unterstützen, Ihre Arzneimittel möglichst wirkungsvoll anzuwenden.

  • Nehmen Sie die Arzneimittel vorschriftsmäßig ein. Um gut und richtig wirken zu können, ist es wichtig, die verordneten Arzneimittel regelmäßig und in der richtigen Menge einzunehmen. Bei manchen Arzneimitteln spielt es außerdem eine Rolle, wie und wann sie eingenommen werden, z. B. morgens vor dem Frühstück, mit viel Flüssigkeit o.ä.
  • Binden Sie die Arzneimittetherapie in Ihren Alltag ein, nehmen Sie Ihre Medikamente z. B. immer vor dem Zähneputzen. So ist die Gefahr gering, dass Sie eine Einnahme vergessen oder zu viel einnehmen. Lassen Sie sich gegebenenfalls erinnern: Stellen Sie z. B. einen Wecker oder Ihr Mobiltelefon oder bringen Sie Merkzettel z. B. an Spiegel oder Kühlschrank an.
  • Fertigen Sie eine Liste aller Medikamente an, die Sie einnehmen – verordnete und selbst gekaufte. Berücksichtigen Sie dabei auch solche, die Sie nicht regelmäßig, sonder­n nur bei Bedarf einnehmen. Nehmen Sie in diese Aufstellung nicht nur Tabletten, sonde­rn zum Beispiel auch Sprays, Tropfen oder Salben auf. Die Liste sollte immer aktuell sein und den vollständigen Arzneimittelnamen und die Dosierung enthalten.
  • Nehmen Sie diese Liste zu jedem Besuch bei Ihrem Arzt oder in die Apotheke mit. Sie können sich dann beraten lassen, ob z. B. ein neu verordnetes Medikament zusammen mit Ihren anderen Arzneimitteln angewendet werden kann.
  • Ihr Arzt ist Ihr Hauptansprechpartner, wenn Sie Fragen zu Ihrer Arzneimitteltherapie haben. Sprechen Sie Ihn auf Schwierigkeiten oder Unklarheiten bei der Medikamenteneinnahme an und fragen Sie so lange nach, bis sie alles verstanden haben. Machen Sie sich gegebenenfalls Notizen.
  • Reduzieren Sie nicht eigenmächtig die Dosis Ihrer Medikamente und setzen Sie keines ab ohne zuvor Rücksprache mit Ihrem Arzt zu halten. Fragen Sie aber z. B. auch ruhig nach, ob Sie wirklich noch alle verordneten Medikamente einnehmen müssen, falls Sie diesbezüglich Zweifel haben.
  • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn bei Ihnen während der Behandlung mit einem Arzneimittel Beschwerden auftreten.
  • Eine akute Erkrankung kann Einfluss auf Ihre Arzneimitteltherapie haben; insbesonde­re wenn Sie durch diese Erkrankung Schwierigkeiten haben, ausreichend Nahrung und Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Informieren Sie Ihren Arzt darüber.
  • Ärzte und Apotheker sind z. T. gesetzlich verpflichtet, ein preisgünstigeres Arzneimittel mit gleichem Wirkstoff zu geben. Es kann sein, dass dieses Medikament anders verpackt ist oder anders aussieht, als Sie es gewohnt sind. Fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, was Sie bei diesem Arzneimittel beachten müssen.
  • Sofern Sie auf kompliziert anzuwendende Arzneimittel, wie z. B. Insulin­spritzen angewiesen sind, erkundigen Sie sich bei Ihrem Arzt nach speziellen Schulungen.

Hilfsmittel für eine sichere Arzneimitteltherapie

Wenn Sie schlecht sehen oder Probleme mit den Händen haben, gibt es einige Hilfsmittel, die Ihnen die Arzneimittelanwendung erleichtern können. Bei Problemen mit Ihren Händen kommen zum Beispiel in Frage:

  • Dosierhilfen für Tropfen
  • Verschlussöffner für Medikamentenflaschen
  • Tablettenausdrücker
  • Tablettenteiler

Wenn Sie schlecht sehen, kann Folgendes helfen:

  • Lupen
  • Anwendungshilfen für z. B. Augentropfen

Hilfreich kann auch ein Medikamentendosierer mit Tages- oder Wochenunterteilungen sein, sodass Sie genau erkennen können, ob Sie das Medikament schon eingenommen haben oder nicht.

Quellen/Literatur: 

[1] Aktionsplan 2010 –2012 zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit in Deutschland www.ap-amts.de (Stand Juni 2010, zuletzt besucht am 28.06.2013) [2] Bundesministerium für Gesundheit: Tipps für eine sichere Arzneimitteltherapie http://www.akdae.de/AMTS/Massnahmen-2008-2009/docs/Informationsmerkblatt.pdf (zuletzt besucht am 28.06.2013) [3] Homepage der Kassenärztlichen Bundesvereinigung http://www.kbv.de/24402.html (zuletzt besucht am 28.06.2013)

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