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Diagnose NET: Was kann ich gegen die Angst tun?

Die Diagnose Krebs ist immer ein großer Schock. Doch es gibt viele verschiedene Strategien zur Krankheitsbewältigung und zum Umgang mit Ängsten.

Zum einen werden Sie erleichtert sein – nach vielleicht jahrelanger Ungewissheit – endlich zu wissen, was die Ursache Ihrer Beschwerden ist, zum anderen bedeutet die Diagnose NET auch, an Krebs erkrankt zu sein.

In diesem Artikel stellen wir Ihnen verschiedene Möglichkeiten vor, die Ihnen eventuell helfen können, besser mit der neuen Situation zurecht zu kommen.

Ist Angst normal?

Angst ist eine ganz normale Reaktion auf ein lebensveränderndes Ereignis wie die Diagnose einer schweren Erkrankung. Vielleicht fragen Sie sich, was die Zukunft bringen wird, ob eine Operation nötig sein wird, wie es danach weitergeht, ob Sie wieder gesund werden. All diese Bedenken sind vollkommen normal und gehören zum Prozess der Krankheitsverarbeitung. Versuchen Sie, diesen Prozess zuzulassen [2]. Haben Sie vor allem Geduld und Verständnis für sich. Sie müssen nicht von heute auf morgen mit der neuen Situation zurechtkommen. Wenn Sie jedoch langfristig merken, dass Sie all das überfordert, scheuen Sie sich nicht, sich fachkundige Hilfe zu holen (siehe unten). [4]

Gibt es Grund zur Hoffnung?

NET können in vielen unterschiedlichen Formen auftreten, die z. T. gut behandelbar sind. Selbst wenn der Tumor nicht oder nicht ganz entfernt werden kann, können die Symptom­e durch Medikamente oft gut kontrolliert werden. [1] Vor diesem Hintergrund kann es Ihnen vielleicht gelingen, den Tumor eher als chronische Erkrankung zu sehen. Diese Verschiebung des Blickwinkels kann helfen, mit der Situation besser umzugehen.

Wie kann ich lernen, mit meiner Angst umzugehen?

Was der „richtige“ Umgang mit Ihren Bedenken ist, können nur Sie für sich ganz persönlich entscheiden. Auch können zu verschiedenen Zeitpunkten unterschiedliche Herangehensweisen hilfreich für Sie sein. Einige davon möchten wir Ihnen hier vorstellen:

  • Suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Arzt. Eventuell kann er Ihnen durch gezielte Aufklärung sachlich unbegründete Ängste nehmen.
  • Konkretisieren Sie: Wovor haben Sie am meisten Angst? Je greifbarer die Angst wird, desto besser lässt sich Abhilfe finden.
  • Planen Sie, was Sie konkret tun würden, wenn sich Ihre Befürchtungen bewahrheiten sollten, z. B. mögliche Behandlungen („Plan B“).
  • Erinnern Sie sich an frühere Erlebnisse, in denen Sie eine Angst erfolgreich überwunden haben.
  • Ziehen Sie eine positive Bilanz: Erinnern Sie sich an die Dinge, die Ihr Leben gerade jetzt lebenswert machen.
  • Sprechen Sie mit Ihnen nahestehenden Menschen. Das bietet beiden Seiten die Chance, zu lernen, mit der Situation zurechtzukommen, und sich gegenseitig zu unterstützen.
  • Tauschen Sie sich mit anderen Betroffenen aus.
  • Wenn Sie das Gefühl haben, allein mit Ihrer Situation überfordert zu sein, suchen Sie sich professionelle Hilfe, z. B. bei Psychoonkologen, Psychologen oder Seelsorgern (s. unten).
  • Vielleicht hilft es Ihnen, Entspannungsübungen wie z. B. Yoga, autogenes Training o. ä. zu erlernen.

Was gerade das Beste für Sie ist, können nur Sie selbst entscheiden. Wichtig ist, dass Sie sich nicht überfordern, sonde­rn das Tempo zu wählen, das Ihnen im Moment gut tut. [2, 3]

Wer kann mir zur Seite stehen?

Mit einer Tumorerkrankung muss niemand alleine fertigwerden. Genauso muss sich auch niemand schämen, wenn er das Gefühl hat, die neue Situation nicht alleine bewältigen zu können. In dieser Situation professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, kann sowohl Patienten als auch Angehörige entlasten.

Professionelle Hilfe finden Sie z. B. bei Psychoonkologen. Dies sind Psychologen oder Fachärzte für Psychotherapie, die speziell dafür ausgebildet sind, bei Problemen rund um Krebserkrankungen zu helfen. Sie beraten beispielsweise zum Umgang mit der Erkrankung. Auch bei Problemen im sozialen Bereich können sie Ansprechpartner sein. Nicht zuletzt können sie auch Hilfestellungen bei sozialrechtlichen Fragen geben.

Wenn Sie sich professionelle Hilfe holen wollen, sprechen Sie Ihren Arzt darauf an. Nützliche Adressen finden Sie auch hier:

Quellen/Literatur: 

[1] http://netcancerday.org/de/learn-more/diagnosis-and-misdiagnosis/ (zuletzt besucht am 28.09.11)
[2] http://www.krebsgesellschaft.de/lk_leben_mit_der_diagnose_krebs,988.html (zuletzt besucht am 28.09.11)
[3] http://www.krebsinformationsdienst.de/leben/krankheitsverarbeitung/angst.php (zuletzt besucht am 22.09.11)
[4] http://www.krebsgesellschaft.de/lk_angst_und_depression.html (zuletzt besucht am 28.09.11)

Newsartikel Fachkreise: 
Autoreninformation: 
Erstellt am: 28.04.2011
Autor: Charlotte Scherzinger, aktualisiert am 11.04.2013 durch Michaela Spaeth-Dierl