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Darf ich als NET-Patient Sport treiben?

Bewegung kann sich positiv auf den Krankheitsverlauf und die Lebensqualität von NET-Patienten auswirken. Art, Zeitpunkt und Dosierung sollten Sie aber im Einzelfall mit Ihrem Arzt besprechen.

„Krebs und Sport?“ werden Sie sich vielleicht fragen. „Wie passt das denn zusammen? Denkt man bei einer Krebserkrankung nicht eher an Ruhe und Schonung? Darf ich meinen Körper denn noch zusätzlich belasten, z. B. nach der Operation oder trotz der Therapie?“

So viel sei vorweg genommen: Auf diese Fragen kann es keine pauschale Antwort geben. Doch in einem Punkt sind Ärzte sich einig. Es gibt kaum etwas, was bei einer Krebserkrankung gegen Bewegung, aber vieles, was dafür spricht. Natürlich immer im Rahmen der eigenen Möglichkeiten. [1]

Welche Vorteile bringt mir Bewegung?

Ob Marathon oder Spaziergang – Bewegung hat viele positive Auswirkungen und kann sich außerdem positiv auf Erkrankungsverlauf und Therapieverträglichkeit auswirken: [1, 3]

  • Bewegung, vor allem an der frischen Luft, fördert die Durchblutung und versorgt den Körper mit Sauerstoff. Dies kann z. B. Erschöpfung und Müdigkeit lindern.
  • Durch Bewegung und Sport werden „Glückshormon­e“ (Endorphine) freigesetzt, deren stimmungsverbessernde Wirkung auch noch nach der körperlichen Aktivität anhält.
  • Regelmäßige Bewegung kann dazu beitragen, Blutdruck, Cholesterin- und Blutzuckerspiegel zu senken.
  • Bewegung regt den Appet­it an und kann den Schlaf verbessern.
  • Regelmäßige Bewegung fördert die Beweglichkeit und kräftigt die Muskulatur und kann so z. B. Rückenschmerzen und Verspannungen vorbeugen.
  • Knochen werden durch Bewegung, insbesonde­re durch Kraftübungen, gestärkt. Dies trägt auch dazu bei, Osteoporose vorzubeugen.

Welche Auswirkungen hat Bewegung auf die Psyche?

Bewegung und Sport wirken sich auch positiv auf die Psyche aus. Hier ist nicht nur die stimmungsverbessernde Wirkung der Glückshormon­e, sonde­rn auch Bewegung im übertragenen Sinne gemeint. Körperliche Aktivität kann Ihnen das Gefühl geben, ins Leben und zur „Normalität“ zurückzukehren und leistungsfähig zu sein. Mit Sport und Bewegung können Sie aktiv ein Gegengewicht zur Krankheit setzen. Ihren Körper auch mit der Erkrankung in Aktion als verlässlich, stark, beweglich und belastbar zu erleben, kann die Sichtweise auf Ihren Körper positiv beeinflussen. Es gibt zahlreiche Untersuchungen, die diesen positiven Effekt belegen. [1, 2, 3]

Alles hat seine Zeit – wann besser keinen Sport?

Natürlich gibt es immer Ausnahmen von der Regel. Art, Ausmaß und Zeitpunkt der körperlichen Aktivität sollten im individuellen Fall immer eng zwischen Ihnen und Ihrem Arzt abgestimmt werden. Beispielsweise ist kurz nach einer Operation Sport im engeren Sinn fast immer tabu. Besonder­e Umstände, unter denen die Empfehlung zu körperlicher Aktivität sorgsam abgewogen werden muss, sind z. B.: [1]

  • Körperlich belastende Therapien wie Chemo- oder Strahlentherapie
  • Starker Gewichtsverlust durch die Erkrankung und/oder Therapie
  • Knochenmetastase­n oder ausgeprägte Osteoporose mit erhöhter Gefahr eines Knochenbruchs

Gerade Menschen, die vor der Erkrankung sehr sportlich waren, können dazu neigen, sich zu überfordern. Wenn Sie gerne aktiv werden wollen, besprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Art von Bewegung oder Sport in Ihrem Fall geeignet ist.

Quellen/Literatur: 

[1] Homepage des Krebsinformationsdienstes http://www.krebsinformationsdienst.de/leben/alltag/sport-nach-krebs.php
Broschüre Krebsinformationsdienst [2] Die blauen Ratgeber: Bewegung und Sport bei Krebs, Deutsche Krebshilfe, 2009
[3] Sport als Therapie, Techniker Krankenkasse, 2010

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