Leitlinienempfehlungen

Für nahezu alle Krebserkrankungen wurden mittlerweile Leitlinien zu Diagnostik und Therapie von unterschiedlich zusammengesetzten Expertengremien entwickelt. Diese Leitlinien sollen sowohl Ärzte als auch Patienten in ihrer Entscheidungsfindung für eine angemessene Versorgung der jeweiligen Erkrankung unterstützen.

Für die Diagnostik und Therapie neuroendokriner Tumore wurde 2018 unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) die „S2k-Leitlinie Neuroendokrine Tumore“ veröffentlicht. Ein Kapitel widmet sich dabei auch dem Thema „Nachsorge und Verlaufskontrolle“.

Wir haben für Sie einige der für Sie relevanten Empfehlungen zusammengefasst.


Verlaufskontrolle nach vollständiger Entfernung des Tumors 


 ältere Frau an Geländer gelehnt, die in die Ferne schaut.  ältere Frau an Geländer gelehnt, die in die Ferne schaut.

Verlaufskontrolle bei Metastasen

Patienten, deren Tumor nicht vollständig entfernt werden konnte oder bei denen Metastasen nachgewiesen wurden, sollten dauerhaft und regelmäßig Verlaufskontrollen durchführen lassen. Die dabei eingesetzten Untersuchungsmethoden sind nahezu identisch mit denen, die nach einer kompletten Resektion des Tumors eingesetzt werden. Die Wahl der Methode und die jeweilig geforderten Zeitintervalle sind jedoch stark an der Art des Tumors, dem Fortschreiten der Erkrankung, der körperlichen Verfassung des Patienten, seiner Therapie und dem therapeutischen Ansprechen ausgerichtet.


Gut zu wissen

Weitere Informationen können Sie in der aktuellen Leitlinie nachlesen, die Sie im Internet unter www.awmf.org herunterladen können, wenn Sie in „Leitlinien-Suche“ den Begriff „neuroendokrine Tumore“ eingeben.


Quellen:
S2k-Leitlinie Neuroendokrine Tumore… Z Gastroenterol 2018; 56: 583–681

Zuletzt besucht am 05.07.2018:
https://www.awmf.org/leitlinien/awmf-regelwerk/einfuehrung.html
https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/pdf/10.1055/a-0604-2924.pdf