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NET: Medizinische Zentren bieten umfassende Versorgung

Neuroendokrin­e Tumor­en (NET) sind seltene Erkrankungen. Patienten können von der Zusammenarbeit verschiedener Experten in einem medizinischen Zentrum profitieren.

Neuroendokrin­e Tumor­en (NET) sind seltene Tumor­erkrankungen, die mehrere, oft sehr unterschiedliche Krankheitsbilder hervorrufen können. NET entstehen meist im Magen-Darm-Bereich und an der Bauchspeicheldrüse, sie treten aber auch z. B. in der Lunge und den Bronchien auf. Viele NET setzen Hormon­e ins Blut frei und können dadurch − je nach Art des freigesetzten Botenstoff­s − verschiedene Beschwerden verursachen. [1]
Um einen neuroendokrin­en Tumor sicher zu erkennen und möglichst effektiv zu behandeln, ist es notwendig, dass Ärzte aus verschiedenen Fachdisziplinen eng zusammenarbeiten. Eine Möglichkeit, die Betroffenen umfassend und kompet­ent zu betreuen, bieten sogenannte NET-Zentren. Hier sind Spezialisten für neuroendokrin­e Tumoren aus verschiedenen Fachbereichen vertreten, von deren Erfahrung die Patienten bei der Diagnose und Therapie der Krankheit profitieren können.[1]

In NET-Zentren ist eine interdisziplinäre Betreuung möglich

Medizinische Zentren sind Einrichtungen, wie z. B. Kliniken, die sich dadurch auszeichnen, dass sie eine Behandlung „aus einer Hand“ nach festgelegten Standards sicherstellen. Eine wichtige Rolle spielt in diesem Zusammenhang die interdisziplinäre Betreuung der Patienten. [2]

In NET-Zentren finden Betroffene Spezialisten aus den verschiedenen medizinischen Fachbereichen, die für die Diagnose und Therapie der Krankheit von Bedeutung sind. So werden beispielsweise Fachärzte für Magen-Darm-Krankheiten (Gastroenterologen), hormon­ellen Erkrankungen (Endokrin­ologen), Krebserkrankungen (Onkologen), Chirurgie und Strahlenanwendung (Radiologen, Nuklearmediziner) sowie Pathologe­n in die Behandlung einbezogen. [2–4]

Ein Beispiel für das interdisziplinäre Vorgehen in einem NET-Zentrum sind sogenannte Tumorboards. Das sind regelmäßig stattfindende Konferenzen, in deren Rahmen Experten verschiedener medizinischer Fachrichtungen den Gesundheitszustand einzelner Patienten diskutieren und individuelle Diagnose- und Behandlungskonzepte erarbeiten. Auf dieser Grundlage kann dann der behandelnde Arzt zusammen mit dem Patienten das weitere Vorgehen festlegen. [2–4]

Versorgung in einem Behandlungszentrum bietet Vorteile

NET-Patienten, die in einem medizinischen Zentrum versorgt werden, können davon in verschiedener Hinsicht profitieren: [3,5]

  • Die interdisziplinäre Betreuung durch Spezialisten für NET aus unterschiedlichen Fachgebieten ermöglicht eine umfassende Versorgung. Dabei können die für den jeweiligen Patienten individuell am besten geeigneten Maßnahmen fachübergreifend ermittelt und durchgeführt werden.
  • Neuroendokrin­e Tumoren sind sehr selten, d. h. Ärzte haben im Alltag damit eher wenig Erfahrung. Die Ärzte eines NET-Zentrums betreuen hingegen in der Regel viele Patienten aus einem großen Einzugsgebiet und können so entsprechende Erfahrungen auch bei unterschiedlichen Krankheitsverläufen sammeln. Das kommt der Versorgung des Patienten zugute.
  • Um die Diagnose- und Therapiemöglichkeiten der Krankheit zu verbessern, ist es notwendig, dass hierzu medizinische Studien durchgeführt werden. Behandlungszentren sind meist eng in diese Forschungsaktivitäten eingebunden. Daher sind sie in der Regel über die aktuellsten medizinischen Entwicklungen informiert und nutzen dieses Wissen für die Behandlung. Darüber hinaus haben Patienten in NET-Zentren oft die Möglichkeit, selbst an Studien teilzunehmen. So können sie ggf. direkt von den zu untersuchenden neuartigen Diagnose- bzw. Therapieverfahren profitieren.
  • Auch regelmäßige Kontrolluntersuchungen, die nach einer Operation oder auch während einer medikamentösen Behandlung notwendig sind, können in einem medizinischen Zentrum durchgeführt werden.


NET-Zentren können sich zertifizieren lassen

Medizinische Einrichtungen können sich als „Exzellenzzentrum für Neuroendokrin­e Tumoren“ zertifizieren lassen. Entsprechende Zertifikate wurden von der Europäischen Gesellschaft für Neuroendokrin­e Tumoren (European Society of Neuroendocrine Tumors, ENETS) deutschlandweit bislang an vier Kliniken vergeben [6]. Voraussetzung für eine solche Zertifizierung ist die Erfüllung nachfolgender Qualitätskriterien [5]:

  • Das Zentrum bietet eine interdisziplinäre Patientenbetreuung.
  • Die Wartezeiten für Diagnostiktermine bzw. bis zum Therapiebeginn sind gering.
  • Das Zentrum erfüllt hohe medizinische Qualitätsstandards, die durch standardisierte Arbeitsabläufe sowie interne und externe Qualitätskontrollen gesichert werden.
  • Die Spezialisten treffen sich in regelmäßigen Sitzungen mit dem Ziel, die Zusammenarbeit innerhalb der Klinik zu verbessern und eine integrierte Weiterbildung zu etablieren.
  • Eine engmaschige Betreuung der Patienten in der Nachsorge und Verlaufskontrolle ist gewährleistet.
  • Das Zentrum führt klinische Studien zur Verbesserung der Therapie durch.
  • Auch andere Kliniken können natürlich ähnliche Qualitätsstandards erfüllen, ohne sich offiziell zertifizieren zu lassen.


Wann wende ich mich an ein Zentrum und wo finde ich die Kontaktdaten?

Patienten, bei denen ein Verdacht auf NET besteht oder die Krankheit festgestellt wurde, sollten ein NET-Zentrum aufsuchen und sich dort in Behandlung begeben. Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Er kann Ihnen Adress- und Kontaktdaten der für Sie infrage kommenden Kliniken geben oder selbst ein NET-Zentrum kontaktieren und das weitere Vorgehen abstimmen.

Ein NET-Zentrum in Ihrer Nähe finden Sie hier

Quellen/Literatur: 

[1] Patientenbroschüre von Novartis “Was sind NET?" 2. Auflage 2013 [2] Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) - Krebsinformationsdienst. Aktuelles Thema: Die Suche nach dem besten Krankenhaus (zuletzt besucht am 02.05.2013). http://www.krebsinformationsdienst.de/aktuelles/2010/news60.php. [3] Charité - Universitätsmedizin Berlin. Exzellenzzentrum für Neuroendokrine Tumoren (zuletzt besucht am 02.05.2013). http://hges.charite.de/patienten/exzellenzzentrum_fuer_neuroendokrine_tumoren_center_of_excellence_coe/. [4] Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) - Krebsinformationsdienst. Kliniksuche: Wo gibt es gute Krankenhäuser? http://www.krebsinformationsdienst.de/wegweiser/adressen/ansprechpartner2.php#inhalt6. [5] Charité - Universitätsmedizin Berlin. Zertifizierungskriterien (zuletzt besucht am 02.05.2013). http://hges.charite.de/patienten/exzellenzzentrum_fuer_neuroendokrine_tumoren_center_of_excellence_coe/zertifizierungskriterien/. [6] European Society of Neuroendocrine Tumors (ENETS). ENETS Centers of Excellence (zuletzt besucht am 02.05.2013). http://www.enets.org/excellence.html. [7] NET-Register. Behandlungszentren (zuletzt besucht am 02.05.2013). http://www.net-register.org/wDeutsch/adressen/index.php?navanchor=1110005.

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