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Nachkontrolle beim Insulinom

Regelmäßige Nachkontrollen tragen dazu bei, eine möglichst gute Wirkung der Behandlung bei einem Insulinom ­zu erzielen.

Das Insulinom ist der häufigste funktionell aktive, neuroendokrin­e Tumor der Bauchspeicheldrüse (pNET). Es macht etwa 40 % aller pNET aus. Der Tumor produziert Insulin, ein Hormon, das den Blutzuckerspiegel senkt. Wird er nicht behandelt, dann kommt es durch den ständigen Insulin-Überschuss zur Unterzuckerung, v.a. wenn längere Zeit nichts gegessen wird oder nach körperlicher Anstrengung. Dies macht sich durch z. B. Schwächegefühl, Zittern und Mattigkeit bemerkbar. [1]

Methoden der Nachkontrolle

Im Prinzip werden für die Nachkontrollen die gleichen Methoden angewandt werden, die auch bei der Erstdiagnose eines Insulinoms zum Einsatz kommen. Hierzu gehören neben einer ausführlichen Befragung des Patienten (Anamnese) Blutuntersuchungen und bildgebende Verfahren. Von Bedeutung für die Nachkontrollen sind drei Aspekte:

  • Die hormonelle Aktivität des Insulinoms
  • das Tumorwachstum und die Tumorausbreitung (auch Metastasierung)
  • die Nebenwirkungen, die infolge der Behandlungen auftreten können


Die wichtigste Methode der Nachkontrolle ist die Bestimmung des Blutzuckerwertes. Es sollte keine Unterzuckerung (Hypoglykämie) mehr vorkommen, d. h. kein Blutzuckerspiegel von weniger als 50 mg/dl. Auch die Insulinkonzentration im Blut sollte im Verhältnis zur Blutzuckerhöhe im Normalbereich liegen.
In unklaren Fällen kann ein erneuter stationär­er Hungertest durchgeführt werden. [1]

Auch wenn das Insulinom erfolgreich operativ entfernt wurde, werden bildgebende Verfahren wie CT und MRT für Kontrolluntersuchungen eingesetzt. Diese dienen dazu, ein eventuelles Wiederauftreten (Rezidiv) oder neu aufgetretene Tochtergeschwülste (Metastase­n) möglichst früh zu erkennen.

Bei einer Therapie mit Medikamenten sind ebenfalls regelmäßige Kontrolluntersuchungen erforderlich, um den Therapieerfolg zu überprüfen. Hierzu gehören je nach Medikament z. B. Blutuntersuchungen oder auch bildgebende Verfahren.
Die Nachkontrollen werden in der Regel zunächst im Abstand von drei bis sechs Monaten wiederholt. Je nach individuellem Krankheitsverlauf können die Untersuchungen nach einiger Zeit auch in größeren Abständen erfolgen. [2]

Das können Sie selbst tun

Unabhängig davon, welche Therapieform in Ihrem Fall die geeignete ist: Es gibt einiges, das Sie selbst dazu beitragen können, um eine möglichst gute Wirkung der Behandlung zu erzielen. So ist es sehr wichtig, dass Sie die Absprachen mit Ihrem Arzt einhalten und den Therapieerfolg regelmäßig überprüfen lassen. Hierzu zählt gegebenenfalls die vorschriftsmäßige Einnahme der Medikamente ebenso wie die regelmäßige Teilnahme an Arztterminen oder Kontrolluntersuchungen.

Außerdem sollten Sie in gutem Kontakt mit Ihrem behandelnden Arzt bleiben und ihn über Ihr Befinden auf dem Laufenden halten. So können Sie mit ihm über Nebenwirkungen und Begleiterscheinungen der Behandlung sprechen, und er kann Ihnen Ratschläge zur Abhilfe geben oder die Therapie entsprechend anpassen.

Quellen/Literatur: 

[1] Novartis Onkologie Patientenbroschüre: Was sind NET?, 2. Auflage 2013 [2] Novartis Onkologie Patientenbroschüre: Leben mit NET 1. Auflage 2012

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