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Wichtigster allgemeiner Tumormarker für NET ist das Chromogranin A

Substanzen, die sich im Zusammenhang mit einer Tumor­erkrankung beim Patienten nachweisen lassen, nennt man Tumor­marker. Der Tumor­marker Chromogranin A spielt bei der NET Diagnose, vor allem aber in der Verlaufskontrolle eine Rolle.

Als Tumor­marker dienen bestimmte Stoffe, die vom Tumor selbst oder vom Körper als Reaktion auf die Tumorzellen gebildet werden. Um welche Stoffe es sich dabei handelt, ist von Tumor zu Tumor unterschiedlich und nicht alle Tumoren bilden Stoffe, die als Tumormarker dienen können.

Tumormarker lassen sich im Blut oder in anderen Körperflüssigkeiten nachweisen. Allerdings können viele Tumormarker bei unterschiedlichen Tumoren oder auch bei anderen Erkrankungen (wie z. B. Leber-, Herz- oder Nierenerkrankungen) erhöht sein. Zur Diagnostik sind sie deshalb nur geeignet, wenn noch andere Hinweise für einen Tumor vorliegen (z. B. bildgebende Untersuchungen). Sie spielen jedoch bei der Verlaufskontrolle einer bekannten und behandelten Tumorerkrankung eine Rolle. Bei neuroendokrin­en Tumoren (NET) ist vor allem der Tumormarker Chromogranin A (CgA) von Bedeutung.

Alle NET bilden Chromogranin A

Sowohl funktionell aktive als auch funktionell inaktive NET bilden einen Eiweißstoff, der sich im Blut des Patienten nachweisen lässt, das Chromogranin A. Chromogranin A kommt auch in gesunden hormonb­ildenden Zellen vor und verursacht selbst keine Beschwerden.

Liegt ein neuroendokrin­er Tumor vor, lassen sich erhöhte Chromogranin A-Konzentrationen im Blut des Patienten messen. Auch an Gewebeproben kann Chromogranin A von einem Facharzt für Krankheitslehre (Pathologe) durch bestimmte Färbemethoden nachgewiesen werden. Besonde­rs hohe Chromogranin A-Werte findet man, wenn ein neuroendokrin­er Tumor bereits Tochtergeschwülste (Metastase­n) gebildet hat.

Chromogranin A ist nur für den einzelnen Patienten aussagekräftig

Die Chromogranin-Werte können von Patient zu Patient stark schwanken. Deshalb sind auch die Werte verschiedenen Patienten nicht vergleichbar oder einzeln aussagekräftig. Im Einzelfall spielen die Werte vor allem eine Rolle, um den Therapie­erfolg bzw. das Fortschreiten der Erkrankung zu überprüfen.

Chromogranin A spielt vor allem für die Verlaufskontrollen von funktionell inaktiven NET eine Rolle. Bei funktionell aktiven Tumoren werden eher die Werte der vom Tumor gebildeten Hormon­e wie z. B. Insulin oder Gastrin beobachtet.

Quellen/Literatur: 

[1] http://www.krebsinformationsdienst.de/themen/untersuchung/tumormarker.php [2] Plöckinger: Neuroendokrine Tumoren, Uni-med Science Verlag, 1. Auflage, 2007 [3] Homepage des Netzwerks: Neuroendokrine Tumoren e.V. http://www.glandula-net-online.de

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