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Histologie zur Diagnose von neuroendokrinen Tumoren (NET)

Die histologische, mikroskopische Untersuchung von Tumor­gewebe ist ein entscheidender Bestandteil der Diagnose von NET. Sie liefert den Nachweis eines neuroendokrin­en Tumor­s und dient der Bestimmung des Tumor­stadiums.

Neuroendokrin­e Tumor­en (NET) werden, wie alle anderen Krebs­erkrankungen auch, zur genauen Diagnosestellung mit verschiedenen Methoden untersucht. Die mikro­skopische Untersuchung von Gewebeproben (Histologie) liefert dabei den endgültigen Beweis, dass ein neuroendokrin­er Tumor vorliegt.

Die erforderlichen Gewebeproben (Biopsie­n) können entweder im Rahmen einer Endoskopie gewonnen werden, oder man entnimmt sie aus Tumoren bzw. Tochtergeschwülsten, die bei einer Operation entfernt wurden.

Histologische Untersuchung – die Gewebeprobe sichert die Diagnose

Die Diagnose NET kann nur anhand einer Gewebeprobe, die unter dem Mikroskop begutachtet wird, gesichert werden. Zur Begutachtung werden die Gewebeproben an ein spezialisiertes Labor geschickt und dort histologisch (griech. histos = Gewebe) und zytologisch (griech. kytos = Zelle) analysiert.

Durch die histologische Untersuchung kann der Spezialist (Pathologe) feststellen, ob es sich um einen neuroendokrin­en Tumor handelt. Indem er die verschiedenen Zellen des Gewebes genau ansieht, erhält er außerdem Informationen über die Eigenschaften des neuroendokrine­n Tumors.

Informationen aus der histologischen Untersuchung

Der Pathologe kann anhand der histologischen Untersuchung des Tumorgewebes Folgendes feststellen:

  • Tumortyp
  • Gutartiger oder bösartiger Tumor
  • Differenzierung, d. h. Ähnlichkeit des Tumorgewebes mit dem Ursprungsgewebe

Verschiedene histologische Untersuchungsmethoden geben Aufschluss darüber, aus welchem Ursprungsgewebe sich der Tumor entwickelt hat, und damit, um welchen Tumortyp es sich handelt (Typing).

Einer der ersten Schritte ist die Bestimmung der so genannten Differenzierung des Tumorgewebes, die ebenfalls mikroskopisch beurteilt wird. Der Begriff Differenzierung bezeichnet in diesem Zusammenhang die Ähnlichkeit des Tumors mit dem Gewebe, aus dem er entstanden ist. Dies kann der Pathologe unter dem Mikroskop erkennen. In gut differenzierten Tumoren ähneln die Zellen stark dem Ursprungsgewebe in Aufbau und Form, in schlecht differenzierten Tumoren ist unter Umständen kaum noch eine Ähnlichkeit auszumachen.

Die genaue Bestimmung der Tumorausbreitung im Körper (Staging) ist, zusammen mit der Beurteilung des Tumortyps und des Differenzierungsgrad­s, die Grundlage für die Auswahl des Therapie­verfahrens, das für den Patienten am besten geeignet ist.

Dauer bis zum Ergebnis der histologischen Untersuchung

Je nachdem, wie umfangreich die mikroskopischen Untersuchungen sind, kann es einige Tage dauern, bis das Ergebnis vorliegt. Wenn die untersuchten Proben nicht genau bestimmbar sind, weil es z. B. schwierig ist den Differenzierungsgrad eindeutig festzustellen, ist es manchmal nötig, dass mehrere Pathologen die Probe analysieren. Hierzu werden Gewebeproben an ein Referenzlabor zur Überprüfung geschickt. Referenzlabore sind auf bestimmte Fachgebiete spezialisiert und erstellen zur Absicherung der Diagnose eine zweite Begutachtung. Dies kann eine entsprechend längere Wartezeit bedeuten.

Die Ergebnisse der histologischen Untersuchung werden dem behandelnden Arzt mitgeteilt, der diese in seine Therapie­entscheidung einfließen lässt.

Quellen/Literatur: 

[1] http://www.krebsinformationsdienst.de/untersuchung/mikroskopische-diagnostik.php

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