Lexikon

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5-Hydroxyindolessigsäure

Abgekürzt mit 5-HIES. Abbauprodukt von Serotonin, das im Urin ausgeschieden wird. Vermehrte Ausschüttung beim Karzinoid-Syndrom. Die Bestimmung der Menge der 5-HIES im 24 Stunden Urin dient als diagnostische Maßnahme zur Erkennung des Karzinoid-Syndroms.

ablatives Behandlungsverfahren, Ablation

(lat. ablatio: Abtragung, Ablösung) Entfernen von Körpergewebe (z. B.Tumorgewebe) bzw. Körperteilen. Dies umfasst auch indirektes Entfernen durch Veröden bei Kathetereingriffen.

ACTH
Abkürzung für adrenokortikotropes Hormon. ACTH wird im Hypophysen-Vorderlappen gebildet und steuert die Produktion und Ausschüttung von Glukokortikoiden und Mineralokortikoiden, die in der Nebennierenrinde gebildet werden.
Aminosäure

Eine Aminosäure ist der einfachste Baustein des Eiweißes. Mehr als 10 Aminosäuren bilden ein Polypeptid. Mehr als 100 Aminosäuren bilden ein Eiweiß (Protein).

Analogon
Substanz, die in der Struktur dem Vorbild ähnelt und sich deshalb auch an die entsprechenden Rezeptoren einer Zelle binden kann (z. B. Somatostatin-Analogon). Die Wirkung muss nicht unbedingt die gleiche sein wie die des Vorbildes. So kann ein Analogon auch nur den Rezeptor blockieren und bewirkt damit z. B., dass die im Körper dafür vorgesehene Substanz nicht mehr an diesen Rezeptor binden kann.
Anamnese

Krankengeschichte eines Patienten

Angiographie

röntgenologische Darstellung der Gefäße (Arterien, Venen, Lymphgefäße) nach Injektion eines Kontrastmittels

Bauchspeicheldrüse

Pankreas, lang gestreckte Drüse im Bauchraum. Die Bauchspeicheldrüse produziert Verdauungssäfte, die sie in den Dünndarm abgibt. Diese Verdauungssäfte enthalten verschiedene Anteile, die bei der Verdauung von Eiweißen, Fetten und Kohlenhydraten eine wichtige Rolle spielen. Außerdem werden in der Bauchspeicheldrüse Insulin (blutzuckersenkend) und Glukagon (blutzuckersteigernd) gebildet, diese Stoffe werden nicht in den Darm, sondern in das Blut abgegeben.

bildgebende Verfahren

Röntgen, klassischer Ultraschall, endoskopischer Ultraschall, Somatostatinrezeptor-Szintigraphie, Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT), Angiographie, Positronen-Emissions-Tomographie (PET)

biochemische Verfahren

Laboruntersuchungen, bei denen mit den Methoden der Chemie die Lebensvorgänge im Organismus (Stoffwechsel, Verdauung u. ä.) untersucht werden

Biopsie

Entnahme einer Gewebeprobe zur mikroskopischen Untersuchung

Bronchien/Bronchus

Verästelungen der Luftröhre zur Verteilung der Luft bis in die einzelnen Lungenbläschen, wo dann der Sauerstoff vom Blut aufgenommen werden kann

Chemoembolisation
Verschluss einzelner, einen Tumor ernährender Blutgefäße durch Einbringen chemischer Mittel über einen Katheter. Ziel ist die Unterbindung der Versorgung des Tumors und somit eine Schädigung des Tumorgewebes.
Chemotherapie

Spezifische Hemmung von Infektionserregern oder Tumorzellen im Organismus mittels Chemotherapeutika (Substanzen, die im Idealfall den Stoffwechsel der Infektionserreger oder der Tumorzellen schädigen, ohne andere Zellen anzugreifen)

Cholezystokinin

In der Dünndarmschleimhaut gebildetes Hormon, das die Entleerungsbewegungen der Gallenblase fördert

Chromogranin A
Eiweißsubstanz und allgemeiner Tumormaker für GEP-Tumoren. Wird von normalen endokrinen Zellen und GEP-Tumorzellen produziert und in die Blutbahn abgegeben.
Colon

Hauptanteil des Dickdarms

Computertomographie (CT)
Computergestütztes bildgebendes Röntgen-Verfahren. In einer Röhre (welche nicht so lang ist wie beim MRT) wird beim Patienten ein bestimmter Körperteil in Schichten durchstrahlt und elektronisch in Bilder umgesetzt, in denen sich die verschiedenen Gewebe gut voneinander unterscheiden lassen.
Depotpräparat

Arzneiform, die durch eine langsame Freisetzung eines Wirkstoffes über längere Zeit eine konstante Blutkonzentration dieses Wirkstoffes gewährleistet

Diabetes mellitus

"Zuckerkrankheit"; siehe unter Insulin

Diagnose (klinische Diagnose, Labordiagnose, Verdachtsdiagnose)

Erkennung, Eingrenzung und genaue Benennung einer Krankheit und der Krankheitszusammenhänge und Ursachen

Diarrhoe
Durchfall
Dopamin
Überträgersubstanz, die an bestimmten Nerven, unter anderem auch im Gehirn, freigesetzt wird. Eine von vielen Wirkungen ist die Freisetzung von Wachstumshormon.
Dopaminagonist
Substanz, die dem Dopamin in der Struktur ähnelt und sich an die Dopaminrezeptoren anlagert und so in der Hypophyse hemmend auf die Wachstumshormonfreisetzung wirkt, da der Rezeptor für das wirksame Dopamin blockiert wird. Je mehr Rezeptoren durch den Agonisten blockiert werden, desto weniger Wachstumshormon wird freigesetzt.
Duodenum

Zwölffingerdarm, an den Magen anschließender Darmabschnitt

Elektrolyte

für den Ablauf der vitalen Vorgänge wichtige Substanzen, wie z. B. Kalium, Natrium, Kalzium, Magnesium

Embolisation

Verschluss einzelner, den Tumor ernährender Blutgefäße durch Einbringen kleiner Partikel über einen Katheter (siehe Chemoembolisation)

endokrin

die Ausschüttung von Hormonen betreffend

Endokrinologie

Lehre von der Funktion innerer hormonbildender Drüsen (Schilddrüse, Hypophyse, Nebenniere, Hypothalamus, Eierstöcke, Hoden usw.)

Endoskopie

"Spiegelung"; Untersuchung von Hohlorganen (z. B. Magen, Darm, Blase) oder Körperhöhlen (z. B. Bauchhöhle) mit Hilfe eines schlauchförmigen Geräts (Endoskop) ohne oder mit minimalem chirurgischem Eingriff. Die Endoskopie beinhaltet die Möglichkeit, Gewebeproben zu entnehmen oder kleine operative Eingriffe vorzunehmen (Entfernung von z. B. Polypen, Gallensteinen).

Erstlinientherapie

engl. first-line therapy; erste empfohlene Therapie nach der Diagnosestellung

Ethanol, auch Äthanol

Äthylalkohol (wird allgemein als Alkohol bezeichnet)

Fernmetastase

Tochtergeschwulst, die sich fern des ursprünglichen Tumors gebildet hat (z. B. Leber, Knochen). Fernmetastasen entstehen aus Krebszellen, die sich aus dem ursprünglichen Tumor lösen, über den Blut- oder Lymphweg im Körper verteilt werden und sich in einem Organ ansiedeln.

Flush

anfallsartige Rötung von Gesicht (und Oberkörper), bedingt durch die plötzliche Erweiterung der Hautgefäße

Foregut

Vorderdarm; zusammenfassende Bezeichnung für Speiseröhre, Magen, Zwölffingerdarm, Bauchspeicheldrüse sowie oft auch Lungen, Bronchien, Luftröhre und eventuell den Thymus

Gamma-Strahlen
Energiereiche elektromagnetische Wellenstrahlung, die beim radioaktiven Zerfall ausgesendet wird. Anwendung z. B. für die Strahlentherapie mit Kobalt-60. Gamma-Strahlen schwärzen den Film einer Gamma-Kamera und können so bestimmte Organe oder Gewebe darstellen (siehe Szintigraphie).
Gastrin

Hormon, das die Salzsäureproduktion des Magens steuert

Gastrinom (Zollinger-Ellison-Syndrom)

Tumor, der durch Gastrinproduktion der Tumorzellen zu einer gesteigerten Produktion von Magensäure führt

gefäßaktive Stoffe

Substanzen, die eine Wirkung auf Spannung und Durchlässigkeit der Gefäßwände haben und somit die Durchblutung beeinflussen

GEP-Tumoren

gastro-entero-pankreatische Tumoren = Tumoren im Bereich des Magen-Darm-Traktes und der Bauchspeicheldrüse (Pankreas)

Glukagon
Hormon der Bauchspeicheldrüse, das mit dem Insulin zusammen den Zuckerstoffwechsel steuert. Insulin wirkt blutzuckersenkend, Glukagon steigert dagegen den Blutzucker durch Mobilisierung der Zuckerreserven, z. B. in der Leber.
Glukagonom

Tumor des Verdauungstraktes, der Glukagon produziert

Glukose
Traubenzucker
Grenzstrang

Entlang der Wirbelsäule bilden Nerven des Rückenmarks knotenartige Strukturen, in denen Nervenimpulse verschaltet werden (Ganglien). Diese stehen miteinander in Verbindung und bilden zusammen den Grenzstrang.

Hindgut

Hinterdarm; zusammenfassende Bezeichnung für absteigenden und s-förmigen Dickdarm sowie den End- oder Mastdarm

Hinterdarm

engl. hindgut; zusammenfassende Bezeichnung für absteigenden und s-förmigen Dickdarm sowie den End- oder Mastdarm

Hormon
Boten- oder Signalstoff, der von speziellen Zellen gebildet und in die Blutbahn abgegeben wird. Bereits kleinste Hormonmengen können bestimmte Stoffwechselabläufe im Körper auslösen.
Hyperglykämie

Überzuckerung – erhöhter Blutzuckerspiegel

Hypoglykämie

Unterzuckerung – zu niedriger Blutzuckerspiegel

Hypophyse (Hirnanhangdrüse)

Kirschkerngroßes, unterhalb der Gehirnbasis gelegenes Organ, das eine große Rolle bei der Regulation des Hormonhaushalts des Menschen spielt. Besteht aus dem Hypophysenvorderlappen und dem Hypophysenhinterlappen.

Hypophysenhinterlappen (HHL)
Ist mit dem Hypothalamus verbunden und speichert die Hormone Oxytozin und ADH (Antidiuretisches Hormon, Vasopressin), die im Hypothalamus gebildet werden. Das Oxytozin wirkt auf die Gebärmutter und auf die Brustdrüse, das ADH reguliert den Körperflüssigkeitshaushalt.
Hypophysenvorderlappen (HVL)
Hormonproduzierende Drüse. Im HVL werden folgende Hormone gebildet: Das Wachstumshormon (Growth hormone = GH, synonym: Somatotropes Hormon = STH), zwei gonadotrope Hormone, nämlich das Follikelstimulierende Hormon (FSH) und das Luteinisierende Hormon (LH), das Prolaktin, das Thyreotropin (TSH) und das Adrenocorticotropin (ACTH). Diese Hormone regulieren die Funktion bestimmter Drüsen im Körper: nämlich Schilddrüse (TSH), Keimdrüsen (Geschlechtsdrüsen = Hoden oder Eierstöcke) (LH, FSH), Brustdrüse (Prolaktin) und Nebennierenrinde (ACTH), GH reguliert u. a. das Knochenwachstum.
Hypothalamus
Unter dem Thalamus (= "Sehhügel") gelegener Teil des Zwischenhirns, in dem Regulierungshormone gebildet werden, die über den Hypophysenstiel in die Hypophyse gelangen und dort spezifisch die Ausschüttung von Hormonen stimulieren oder hemmen. Steuert z. B. auch die Wärmeregulation oder den Blutdruck.
Ileum

Krummdarm, unterer Anteil des Dünndarms

Immuntherapie

Therapie zur Unterstützung des körpereigenen Immunsystems

Injektion

Verabreichung eines Arzneimittels durch Spritzen

Insuffizienz
Funktionsstörung
Insulin
Hormon, das in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird und den Blutzucker senkt. Wenn Insulin zu wenig wirkt (Insulinresistenz) oder wenig/gar kein Insulin mehr gebildet wird, steigt der Blutzucker stark an. Diese Krankheit heißt Zuckerkrankheit oder Diabetes mellitus.
Insulinom

insulinproduzierender Tumor der Bauchspeicheldrüse

Interferon

Interferone sind natürlich vorkommende Stoffe, die eine steuernde Rolle im Abwehrsystem (Immunsystem) des Körpers spielen. Sie können insbesondere Abwehrmechanismen gegen Viren und Tumorzellen in Gang setzen. Interferon, insbesondere Interferon alpha, wird als Medikament zur Unterstützung des Immunsystems eingesetzt.

invasives Wachstum

Eigenschaft bösartiger Tumoren: Der Tumor hat die Begrenzung seines Ursprungsgewebes durchbrochen und wächst in anderes Gewebe ein.

Jejunum

Leerdarm, vorderer Teil des Dünndarms

Kalium
In Pflanzen und vielen Mineralien vorkommendes Alkalimetall. Unentbehrlicher Bestandteil jeder Zelle. Funktion: Steuerung von elektrischen Vorgängen der Zellen, insbesondere von Nerven und Muskeln, auch wichtig für den Wasserhaushalt der Zellen und des Körpers.
Kallikrein

Gewebehormon; wichtig für die Funktion der glatten Muskulatur des Darms, der Gebärmutter und der Gefäße

Kalzium
Weit verbreitetes, z. B. in Kalk und Kalksandstein vorkommendes Leichtmetall. Kalzium ist wichtig für die Knochenbildung. Darüber hinaus hat Kalzium antiallergische und gefäßabdichtende Funktionen sowie Funktionen bei der Blutgerinnung. Auch bei der Erregung der Nervenzellen und der Muskulatur spielt es eine zentrale Rolle.
Kollaps
Zusammenbruch
Koma

Bewusstlosigkeit; ein Zustand tiefster, durch äußere Reize nicht zu unterbrechender Bewusstseinsstörung

 

laserinduzierte interstitielle Thermotherapie

Über optische Fasern werden Laserstrahlen gezielt in Metastasen abgegeben. Durch die Hitzeentwicklung stirbt das Tumorgewebe ab.

Leitsymptom

Symptom, durch das sich eine Erkrankung hauptsächlich bemerkbar macht

Lokalisation

Ort des Vorkommens

Lymphknoten

In die Strombahn der Lymphgefäße eingeschaltete, etwa linsen- bis bohnengroße Knoten, die als Filter für schädliche und fremde Teile wie z. B. Erreger, Gifte, Tumorzellen oder Zellabbauprodukte funktionieren

Magnetresonanztomographie (MRT)
Bildgebendes Verfahren ohne Einsatz von Strahlen. In einer Röhre werden von einem bestimmten Körperteil elektronische Bilder aufgenommen, die z. B. Informationen liefern, ob eine Vergrößerung eines Organs stattgefunden hat. Die MRT wird auch als "Kernspin-Untersuchung" bzw. NMR bezeichnet.
MEN
Multiple Endokrine Neoplasien. Seltene Erbkrankheit, bei der mehrere verschiedene (multiple) Tumoren (Neoplasien) innerer, hormonproduzierender (endokriner) Organe auftreten können.
Metastase

Tochteransiedlung eines bösartigen Tumors

Midgut

Mitteldarm; zusammenfassende Bezeichnung für Leerdarm, Krummdarm, Blinddarm, Wurmfortsatz, aufsteigenden und querlaufenden Dickdarm, sowie gelegentlich auch Leber und Eierstöcke

Mitteldarm

engl. midgut; zusammenfassende Bezeichnung für Leerdarm, Krummdarm, Blinddarm, Wurmfortsatz, aufsteigenden und querlaufenden Dickdarm, sowie gelegentlich auch Leber und Eierstöcke

Nebenniere
Halbmondförmige, der Niere aufsitzende hormonbildende Drüse. Im Nebennierenmark werden Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin gebildet, in der Nebennierenrinde die Kortikoide, z. B. Cortisol, und die männlichen Sexualhormone.
Nebenschilddrüsen

vier linsengroße, lebenswichtige Drüsen, die der Schilddrüse von hinten anliegen und in denen das Parathormon gebildet wird (Weiteres siehe dort)

Neoplasie

autonome, ungeregelte Neubildung von Gewebe

neuroendokrin

das Nerven- und Hormonsystem betreffend

Neuropeptid
Eine für den Nachweis von Karzinoiden wichtige Substanz. Neuropeptid K wird von den Karzinoidzellen als Vorstufe für verschiedene Hormone gebildet und kann dann im Blut nachgewiesen werden.
Nuklearmedizin, nuklearmedizinisch

Der Begriff Nuklearmedizin bezeichnet diagnostische und therapeutische medizinische Verfahren, die auf der Verwendung von radioaktiven Substanzen beruhen.

Pankreas
Bauchspeicheldrüse
pankreatisch

die Bauchspeicheldrüse betreffend; Bauchspeicheldrüsen-

Parathormon
In den Nebenschilddrüsen gebildetes Hormon, das den Kalzium- und Phosphathaushalt des Körpers regelt. Bei niedrigem Kalziumspiegel im Blut bewirkt das Parathormon eine vermehrte Freisetzung von Kalzium aus den Knochen und eine vermehrte Ausscheidung von Phosphat über die Nieren. Ist die Ausschüttung von Parathormon durch einen Nebenschilddrüsentumor erhöht, ist auch das Blutkalzium übermäßig erhöht. Das überschüssige Kalzium muss über die Nieren ausgeschieden werden und begünstigt die Bildung von Nierensteinen. Die Knochen verlieren mit der Zeit immer mehr Kalzium, wodurch es zu Knochen- und Gelenkschmerzen kommen kann. Außerdem kann die Störung des Kalziumhaushalts auch oft zu chronischen Verstopfungen führen.
Pentagastrin

Substanz, die die Sekretion von Magensaft fördert

Peptid

kurzkettiges Eiweiß, das sich aus mehreren Aminosäuren (den kleinsten Eiweißbausteinen) zusammensetzt

perkutan

durch die Haut

PET
Positronen-Emissions-Tomographie, ein bildgebendes nuklearmedizinisches Verfahren, mit dem sich Stoffwechselvorgänge im Körper sichtbar machen lassen. Tumorzellen können an ihrem beschleunigten Zuckerstoffwechsel erkannt werden. Dazu wird dem Patienten ein mit einem Positronenstrahler markierter Stoff (Radiopharmakon, z. B. Fluor-Deoxyglukose = FDG) injiziert, der sich insbesonders in den stoffwechselaktiven Tumorzellen anreichert. Diese lassen sich anhand der beim Zerfall des Radiopharmakons ausgesandten Strahlen mit Hilfe eines Scanners lokalisieren.
Pfortader

die große Vene, die das gesamte aus der Bauchhöhle zurückfließende venöse Blut sammelt und zum Herzen leitet

photothermisch

durch spezielles Laserlicht (daher "photo-") hervorgerufene Wärmeerzeugung (daher "-thermisch") zur Zerstörung von Tumorgewebe

Primärtumor

ursprünglicher Tumor, von dem die Metastasen ihren Ursprung nehmen

Prolaktin

Hormon des Hypophysenvorderlappens, das die Milchbildung steuert

Prostaglandine

in verschiedenen Körpergeweben gebildete Hormone mit vielfältiger Wirkung, wie z. B. Gefäßerweiterung, Wachstum von Schleimhautzellen, Wehentätigkeit bei der Geburt

Radiofrequenzablation
Methode zur lokalen "Verkochung" von Gewebe. Mit einer Sonde, an deren Spitze durch hochfrequente Wechselstromfelder Temperaturen bis 100 °C erzeugt werden, lassen sich Metastasen CT-gesteuert gezielt koagulieren.
Radioligandentherapie
Im Gegensatz zur konventionellen externen Strahlentherapie handelt es sich bei der Radioligandentherapie um eine "interne" Strahlentherapie, bei der sich das intravenös verabreichte Radiopharmazeutikum spezifisch im Tumor anreichert. Die selektive Bindung an die Tumorzellen wird dadurch erreicht, dass man als Trägermolekül ein Somatostatin-Analogon verwendet, das wie ein Schlüssel in die auf den GEP-Tumorzellen meist in besonders hoher Anzahl vorhandenen Somatostatinrezeptoren passt. An das Trägermolekül ist ein radioaktiver Strahler (z.B. 90Yttrium oder 111Lutetium) gebunden, der die Tumorzellen mit einer Reichweite von 1–6 mm bestrahlt.
retadiert

Hinausgezögert, verlängert. Arzneimittel mit Retardwirkung haben durch eine besondere Zubereitungsform eine wesentlich verlängerte Wirkung.

Rezeptor(bindung)
Ein Rezeptor ist eine Empfangs- oder Aufnahmestelle auf der Oberfläche einer Zelle für bestimmte Reize. Einige Zellen binden z. B. Hormone an ihren Rezeptoren, wodurch eine spezielle Funktion in oder an der Zelle ausgelöst wird. An diese Rezeptoren können auch künstlich hergestellte Substanzen (z. B. Medikamente) binden und dadurch eine Wirkung erzielen. Ein Beispiel ist die Bindung von Somatostatin (oder einem Analogon) an die Somatostatinrezeptoren.
Rezidiv

Wiederauftreten einer Krankheit. Bei einer Krebserkrankung: Erneutes Wachsen eines Tumors.

Röntgenkontrastmittel

Hilfsmittel zur Darstellung von Körperräumen, Hohlorganen und Gefäßen, die z. B. für die Röntgen-Darstellung von Magen oder Darm getrunken oder zur Darstellung von Blutgefäßen gespritzt werden können

Sekretin

Hormon, das im Zwölffingerdarm freigesetzt wird und eine Ausschüttung (Sekretion) von Verdauungssäften der Bauchspeicheldrüse und der Galle bewirkt

Sekretion
Absonderung. Äußere Sekretion: Absonderung eines Stoffes, der von Drüsen durch einen Ausführungsgang nach außen an die Haut oder an die Schleimhaut abgegeben wird.
Somatostatin

Im Hypothalamus gebildetes Hormon, das die Ausschüttung anderer Hormone (z. B. Wachstumshormon, Schilddrüsen-stimulierendes Hormon, ACTH, Insulin, Glukagon, Gastrin) hemmt

Somatostatinom
GEP-Tumor, dessen Zellen Somatostatin produzieren. Somatostatinome kommen in der Bauchspeicheldrüse und im Zwölffingerdarm vor. Wirkung, wie z. B. Gefäßerweiterung, Wachstum von Schleimhautzellen, Wehentätigkeit bei der Geburt.
Sonde

starres oder elastisches, stab- oder röhrenförmiges Instrument zur Einführung in Hohlorgane des Körpers (z. B. Magensonde, Herzkatheter)

Suspension

Aufschwemmung von feinen festen Teilchen in einer Flüssigkeit (Suspendierlösung)

Symptom
Krankheitszeichen
Syndrom

Symptomkomplex, Gruppe von gleichzeitig auftretenden Krankheitszeichen

synthetisch

künstlich hergestellt

Szintigraphie
Nuklearmediziniche Untersuchungsmethode. Verfahren, bei dem kurzlebige radioaktiv markierte Substanzen dem Körper zugeführt, im Körper räumlich verteilt und dann z. B. mit einer Gamma-Kamera registriert werden.
T-Lymphozyt

weißes Blutkörperchen mit wichtiger Abwehrfunktion innerhalb des Immunsystems

Therapie

Behandlung einer Krankheit; Heilverfahren

Transillumination

Beleuchtung eines Organs (z. B. Zwölffingerdarm) von innen

Tumor

allgemein jede umschriebene Schwellung von Körpergeweben, im engeren Sinn Geschwulst, die je nach ihrem Wachstumsverhalten als gut- oder bösartig eingestuft wird

Tumormarker (Chromogranin A)
Stoffe, die von den Tumorzellen produziert und in die Blutbahn abgegeben werden. Der spezifische Tumormarker für GEP-Tumoren ist das Chromogranin A.
Ultraschalldiagnostik
Diagnostisches bildgebendes Verfahren unter Anwendung von Ultraschallwellen. Die Wiedergabe von Bewegungen und Abläufen ist möglich und es besteht keine Strahlenbelastung.
Unterzuckerung

Hypoglykämie – zu niedriger Blutzuckerspiegel

VIP (vasoaktives intestinales Polypeptid)

Substanz, die eine Wirkung auf die Wasserdurchlässigkeit der Gefäße der Darmschleimhaut hat und so u. a. zu wässrigen Durchfällen führt

VIPom

Tumor, der VIP produziert und vor allem zu wässrigen Durchfällen führt

Vorderdarm

engl. foregut; zusammenfassende Bezeichnung für Speiseröhre, Magen, Zwölffingerdarm, Bauchspeicheldrüse sowie oft auch Lungen, Bronchien, Luftröhre und eventuell den Thymus

Wachstumshormon
STH, GH. Im Hypophysenvorderlappen gebildetes Hormon, welches das Wachstum in der Jugend reguliert.
Zentrales Nervensystem
Das Nervensystem in Gehirn und Rückenmark wird als zentrales Nervensystem bezeichnet. In Ergänzung zu diesem System gibt es das periphere Nervensystem, das aus Nervensträngen (Leitungen) besteht, welche Impulse des zentralen Nervensystems zu den Erfolgsorganen (z. B. Muskeln) leiten.
Zweitlinientherapie

engl. second-line therapy; Therapie, die gegeben wird, wenn die initiale Behandlung (Erstlinientherapie, siehe dort) nicht oder nicht mehr wirkt

Zwölffingerdarm

direkt an den Magen anschließender oberer Teil des Dünndarmes, dessen Länge in etwa der Breite von zwölf Fingern entspricht

Zytostatika (Chemotherapeutika)

Medikamente, die direkt wachstumshemmend bzw. abtötend auf Tumorzellen wirken

Überzuckerung

Hyperglykämie – erhöhter Blutzuckerspiegel

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