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Krebs beeinflusst die Verwertung von Nährstoffen

10.07.2009

Nebenwirkungen von Krebstherapien und krankheitsbedingte Veränderungen des Stoffwechsels können sich vielfältig auf Ihre Ernährungsgewohnheiten auswirken. Damit Ihr Körper den Krebs erfolgreich bekämpfen kann, ist es wichtig, ihm die notwendigen Nährstoffe zuzuführen.

Verwertung_von_NährstoffenBegleiterscheinungen der Krebsbehandlung, tumorbedingte Veränderungen im Körper sowie Nebenwirkungen bestimmter Medikamente können sich vielfältig auf Nährstoffbedarf und -verwertung auswirken. Dies beruht unter anderem auf folgenden Prozessen:

• Nach Operationen einsetzende Heilungsprozesse erhöhen den Eiweiß- und Kalorienbedarf.
• Strahlen- und Chemotherapie führen oft zu veränderten Essgewohnheiten, da sie häufig Nebenwirkungen hervorrufen, wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung und/oder wunde Stellen im Mund bzw. Mundtrockenheit.
• Tumore können Stoffe freisetzen, die zu Appetitverlust sowie beschleunigtem Stoffwechsel und damit zu schnellem Gewichtsverlust und Kräfteverfall führen.

Wird der Körper nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt, steigen das Infektionsrisiko sowie die Wahrscheinlichkeit einer Medikamenten- bzw. Therapieintoleranz und desto geringer ist der Heilungserfolg. Um Krankheiten erfolgreich abzuwehren, ist es daher wichtig, Kraft zu tanken und dem Körper alle notwendigen Nährstoffe zuzuführen. Eine der wichtigsten Maßnahmen, mit der Sie Ihre Therapie unterstützen können, ist eine richtige und bewusste Ernährung. Grundsätzlich sollten Krebspatienten auf eine vielseitige und ausreichende Ernährung sowie ausreichend Bewegung achten.

 

6 einfache Tipps für eine gesunde Ernährung

1. Genießen Sie viel reifes frisches Obst (z. B. Beerenobst, Äpfel, Birnen, etc.) sowie zartes gedünstetes Gemüse (z. B. Möhren, Kohlrabi, Zucchini, etc.).
2. Verzehren Sie Vollkornprodukte bzw. Getreide in leicht verdaulicher Form (z. B. Birchermüsli, Knäckebrot oder feines abgelagertes Vollkornbrot, etc.).
3. Bevorzugen Sie Seefisch und fettarme Fleisch- und Wurstwaren sowie Milchprodukte, Eier und milde Käsesorten.
4. Achten Sie auf eine nährstoffschonende Zubereitung, z. B. durch Dünsten und Dämpfen.
5. Verzichten Sie auf Lebensmittel, die die Magenschleimhaut reizen (z. B. grobe, harte oder scharf gewürzte Speisen, starker Kaffee, etc.).
6. Trinken Sie reichlich Flüssigkeit (z. B. Tees, stilles Mineralwasser, Gemüse- oder Fruchtsaftschorlen, Brühe, etc.).

 

Was Sie sonst noch tun können

Der durch die Krankheit häufig erhöhte Kalorien- bzw. Nährstoffbedarf kann durch den Verzehr normaler Nahrungsmittel oft nicht hinreichend gedeckt werden. Auch eine reine Steigerung der Nahrungsaufnahme reicht vielfach nicht aus, um ungewolltem Gewichtsverlust und Muskelabbau entgegenzuwirken. Hier sollten gezielt Nährstoffe zugeführt werden, die den, durch die Krebserkrankung veränderten Stoffwechsel, positiv unterstützen. In diesem Fall empfiehlt sich eine Trink- oder Aufbaunahrung.

 

Denken Sie daran: Frühzeitig aktiv werden!

Besprechen Sie frühzeitig einen Ernährungsplan mit Ihrem Arzt, Apotheker oder Ernährungsberater. Hier erhalten Sie auch weitere Informationen über die notwendigen Nährstoffe sowie Ergänzungsnahrung. Dadurch können Sie möglichen Begleiterscheinungen Ihrer Krebserkrankung, wie z. B. ungewolltem Gewichtsverlust und Muskelabbau, rechtzeitig entgegenwirken.

 

Beispielhafte Nährstoffe in einem onkologischen Ernährungsplan

Kalorien liefern dem Körper die notwendige Energie und helfen bei der Erhaltung eines gesunden Körpergewichts.
Eiweiß unterstützt den Heilungsprozess und ist notwendig für den Schutz, die Erhaltung und den Aufbau von Muskulatur und Muskelmasse.
Aminosäuren sind die Grundbausteine von Eiweiß und können in besonderen Stoffwechsellagen therapeutisch wirksam sein und den Muskelaufbau unterstützen.
Ballaststoffe unterstützen die Darmtätigkeit und fördern den Aufbau einer gesunden Darmflora.
Vitamine, Mineralien und Spurenelemente helfen unter anderem, Gewebeschäden zu mindern und die Immunabwehr zu stärken.
Calcium stärkt die Knochen.

Novartis Oncology kooperiert im Bereich Ernährung mit Nestlé HealthCare Nutrition, einem führendem Anbieter von medizinischer Ernährung. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.nutrinews.de oder wenden Sie sich bei Fragen an die Hotline von Nestlé HealthCare Nutrition: 0800/1001635 (kostenlos aus dem deutschen Festnetz).

Quelle: Nestlé HealthCare Nutrition
Stand: 15.05.09
Autor: Nestlé HealthCare Nutrition

Dies ist ein Service von Novartis Oncology
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