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Um den Behandlungserfolg abzusichern, sind Nachkontrollen unverzichtbar

17.11.2009

Nach der anfänglichen Behandlung eines NET sind über längere Zeit regelmäßige Kontrollen des Tumorwachstums und der hormonellen Aktivität erforderlich, um einen neuen Krankheitsschub möglichst frühzeitig zu erkennen.

Nachsorge NETNeuroendokrine Tumoren (NET) sind durch die anfänglichen Behandlungsmaßnahmen in vielen Fällen leider nicht sicher zu heilen. Von eindeutig gutartigen NET, die vollständig entfernt werden können, abgesehen, ist es daher erforderlich, die weitere Entwicklung der Erkrankung zu überwachen. So kann ein zunächst noch unklarer Behandlungserfolg dauerhaft abgesichert bzw. ein Fortschreiten der Erkrankung rechtzeitig genug erkannt werden. Falls erforderlich ist es dadurch möglich, die Therapie wirksam umzustellen oder zu intensivieren.

Für die Nachsorgediagnostik werden die gleichen Methoden eingesetzt, die auch bei der Erstdiagnose von NET angewendet werden. Von Bedeutung für die Nachsorge sind drei Aspekte:

  • Die hormonelle Aktivität des NET,
  • das Tumorwachstum und die Tumorausbreitung (Metastasierung) sowie
  • die Nebenwirkungen, die infolge der Behandlungen auftreten können.

Hormonell aktive und hormonell inaktive NET werden unterschiedlich überwacht

Ein wichtiger Aspekt bei der Überwachung von NET ist die Kontrolle von Blut- und Urinwerten, die Aussagen sowohl über die allgemeine Gesundheitsverfassung als auch über spezielle Fragen bei NET-Erkrankungen zulassen. Dabei unterscheiden sich hormonell aktive und hormonell inaktive Tumoren hinsichtlich der Werte, die Aussagen über die Krankheitsentwicklung erlauben:

  • Hormonell aktive NET zeigen den Aktivitätsgrad der Erkrankung anhand der Hormone an, die sie an das Blut abgeben. Diese Hormone bzw. ihre Abbauprodukte können im Blut oder Urin nachgewiesen werden. Entsprechende Bestimmungen erlauben daher, die Entwicklung der Krankheit zu überwachen.
  • Hormonell inaktive NET geben keine Hormone ans Blut ab. Diese können daher auch nicht als Leitwert für die Aktivität der Erkrankung herangezogen werden. Zum Einsatz kommen stattdessen so genannte Tumormarker, vor allem das Chromogranin A (CgA), das im Blut bestimmt wird. Chromogranin A ist bei allen NET nachweisbar, schwankt allerdings stark von Patient zu Patient, so dass die Konzentration des CgA im Blut allein noch keine verlässliche Aussage über die Größe eines NET erlaubt. Der für jeden Patienten individuelle Verlauf der CgA-Werte hingegen eignet sich gut, um die Krankheitsentwicklung zu überwachen.

Bildgebende Verfahren ermöglichen es, Wachstum und Ausbreitung eines NET direkt zu kontrollieren

Bildgebende Verfahren ermöglichen es, das Wachstum eines Tumors, seine Ausbreitung in benachbarte Organe sowie die Absiedelung von Tochtergeschwülsten in Lymphknoten oder entfernte Körperregionen direkt zu beobachten. Die wichtigsten bildgebenden Verfahren für die Nachsorge bei NET sind:

Zusätzlich wird für Patienten mit Karzinoidsyndrom in jährlichem Abstand eine Ultraschalluntersuchung des Herzens empfohlen, um eine Schädigung auszuschließen bzw. frühzeitig zu erkennen.

Nachsorgekontrollen sollten zunächst alle drei bis sechs Monate erfolgen

Sowohl die Bestimmung der verschiedenen Blutwerte als auch die bildgebenden Verfahren werden zunächst im Abstand von drei bis sechs Monaten wiederholt (SRS nur alle ein bis zwei Jahre). Je nach individuellem Krankheitsverlauf können die Untersuchungen nach einigen Jahren unter Umständen auch in größeren Intervallen erfolgen oder sogar ganz entbehrlich werden.

Auch Nebenwirkungen der Therapie müssen ausgeschlossen werden

Zur Überwachung des weiteren Krankheitsverlaufs bei NET gehört auch eine Kontrolle der Nebenwirkungen der Behandlungsmaßnahmen. Dabei kann es sich um die Folge operativer Eingriffe aber auch um unerwünschte Effekte der Medikamentenbehandlung handeln. So sollte beispielsweise bei dauerhafter Behandlung mit Somatostatin-Analoga regelmäßig eine Ultraschalluntersuchung der Gallenblase vorgenommen werden, da es unter der Therapie mit dem Medikament unter Umständen zur Bildung von Gallensteinen kommen kann.

 

Quellen:
http://www.planet-cme.de
Novartis: Patientenbroschüre Neuroendokrine Tumoren des Magen-Darm-Traktes und der Bauchspeicheldrüse (GEP-NET)
Stand: 25.10.2009
Autor: Jan Groh

Dies ist ein Service von Novartis Oncology