Hormonproduzierende Tumoren der Bauchspeicheldrüse, die Insulinome sind zu 95 Prozent gutartig. Da sie aber das blutzuckersenkende Hormon Insulin freisetzen, leiden Betroffene häufig an Unterzuckerung.
Kopfschmerzen, Mattigkeit, Sehstörungen und unerklärliche Aggressivität können Anzeichen für ein Insulinom sein. Auch wenn die meisten Tumore vom Insulinomtyp gutartig sind, müssen sie behandelt werden. Denn durch Unterzuckerung kann ein Patient sogar ins Koma fallen.
Die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) liegt im oberen Teil des Magen-Darm-Traktes und hat im Körper zwei Aufgaben: Zum einen produziert sie Verdauungssaft, der in den Zwölf-Finger-Darm abgegeben wird. Zum anderen produziert diese Drüse die Hormone Insulin und Glukagon, die bei der Regulation des Blutzuckerspiegels eine Rolle spielen.
Jeder dritte Tumor, der in der Bauchspeicheldrüse gefunden wird, gehört zu den Insulinomen. Die Folge einer Insulinom-Erkrankung ist ein ständiger Insulin-Überschuss. Für den Patienten besteht die Gefahr einer Unterzuckerung, wenn längere Zeit nichts gegessen wird. Dem Körper fehlt der Treibstoff, Schwächegefühl, Zittern und Mattigkeit sind typische Symptome, die besonders am frühen Morgen vor dem Frühstück oder am Vormittag auf-treten. Insulinom-Patienten leiden zudem häufig unter Kopfschmerzen, Verwirrung, Sehstörungen, Problemen im Bewegungsablauf sowie manchmal unter ausgeprägten Persönlichkeitsstörungen wie Aggressionen. Sinkt der Blutzucker zu weit ab, kann der Patient das Bewusstsein verlieren oder sogar ins Koma fallen.
Nachgewiesen werden kann ein Insulinom mit dem Hungertest, bei dem der Patient über einen längeren Zeitraum keine Nahrung zu sich nimmt. Leidet der Patient an einem Insulinom, so sinkt sein Blutzuckerspiegel während dieses Hungertests unter den Normwert, da der Tumor Insulin produziert und der Blutzucker dadurch abgebaut wird.
95 Prozent aller Insulinome sind gutartig. Sie können in jedem Teil der Bauchspeicheldrüse auftreten und sind mit nur ein bis drei Erkrankungen pro einer Million Menschen jährlich sehr selten.
Da die meisten diagnostizierten Insulinome eine Größe von ein bis zwei Zentimetern aufweisen, sind sie relativ einfach zu lokalisieren und können in vielen Fällen mit einer Operation komplett entfernt werden. Manchmal ist es nötig, auch einen Teil der Bauchspeicheldrüse mit heraus zu operieren. Insulinom-Patienten sollten darauf achten, öfter kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen, damit der Blutzuckerspiegel nicht zu weit absacken kann.